Im Mittelalter erfüllten die Bader und Barbiere in den Badehäusern vielfältige Aufgaben. Neben der Körperpflege behandelten sie Wunden, waren für Aderlass und Schröpfen zuständig oder entfernten kranke Zähne. Durch die Entwicklung der medizinischen Ausbildung an den Universitäten jedoch wurden die Bader Schritt für Schritt ihrer wundärztlichen Aufgaben enthoben.
In Europa begann die Blüte der Perückenkunst im 17. Jahrhundert mit Ludwig XIV. In Barock und Rokoko thronten auf oft kahlrasierten Köpfen meist waghalsig gestaltete Perücken, die ausgiebig gepudert wurden. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war die Perücke als Symbol überkommener Herrschaftsstrukturen verpönt. Finanzkräftige Kunden ließen ihren Friseur nach Hause kommen, bevor sich Ende des 19. Jahrhunderts Friseursalons durchsetzten. Zunächst blieb die Dienstleistung des Friseurs aber nur den Herren vorbehalten.
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