Das Schönheitsideal der altägyptischen Hochkultur entsprach der Vorstellung, die man von der äußeren Erscheinung der Götter hatte. Zahlreiche Kosmetikutensilien wie Pinzetten, Spiegel, Schminktöpfe und Salblöffel machen deutlich, wie viel Wert auf diese künstliche Verschönerung gelegt wurde.

In der Zeit des Rokoko (18. Jh.) gehörte Schminke zur Garderobe. Puppenhafte Gesichter mit weißem Teint und roten Wangen galten als besonders schön. Die hierzu verwendeten Mittel enthielten jedoch stark gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe wie Blei, Wismut, Zinn oder sogar Quecksilber. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich dann eine natürlichere Auffassung von Schönheit, die auch mit dem Bedürfnis nach schützenden und pflegenden Kosmetika einher ging. Während ein großer Teil der Kosmetik bis zu diesem Zeitpunkt aus hauseigener Herstellung stammte, setzte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die professionelle Produktion von Kosmetik ein.

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